CDU-Vorstand und Fraktion tagen gemeinsam - Sperrung der öffentlichen Einrichtungen erläutern

In einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Fraktion der CDU Bad Arolsen haben sich die Abgeordneten unter Einhaltung der Corona-Regeln auf die nächste Sitzungsrunde vorbereitet. Viele Punkte wurden ja bereits im März diskutiert. Der geplante barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen in den Ortsteilen sorgte allerdings für Informationsbedarf. Dieser Ausbau ist vorgeschrieben und wird gefördert. Die CDU begrüßt, dass hier eine weitere Beeinträchtigung für behinderte Menschen wegfällt.

Der Bordstein muss dazu eine vorgeschriebene Höhe erreichen, damit die dafür ausgestatteten Busse diesen Bord parallel anfahren können. Das bedeutet, dass die bisherigen Haltebuchten in den Orten verschwinden und der Bus jeweils zum Ein- und Aussteigen auf der Fahrbahn hält. Das damit der fließende Verkehr kurzzeitig behindert wird, ist aus Sicht der Kommunalpolitiker hinnehmbar. „Lediglich in Wetterburg, nahe der Einmündung von L3080 und K7, könnte es zu gewissen Tageszeiten kniffliger werden, aber nicht zu Problemen führen“, ist sich Fraktionsvorsitzender Gerd Frese, gleichzeitig Wetterburger Ortsvorsteher, sicher. Wichtig sei, dass beim Ausbau auch an die Nutzung der AST-Taxis gedacht wird, die ebenfalls die neuen Haltestellen anfahren.

Im Hinblick auf die aktuelle Pandemie zeigt sich die CDU Bad Arolsen erfreut über die niedrigen Fallzahlen im Landkreis und lobt das umsichtige Verhalten der allermeisten Mitbürgerrinnen und Mitbürger. Diese Umsicht ist auch bei den anstehenden Lockerungen weiterhin nötig. Deren Sinn besteht darin, schrittweise wieder zur Normalität im Arbeits- und Alltagsleben zu finden, wenn auch unter gewissen Auflagen, und dann regelmäßig zu überprüfen, ob die Fallzahlen der Viruserkrankung in einem beherrschbaren Rahmen bleiben. Dieser Logik widerspricht nach Ansicht der CDU allerdings die Ankündigung des Landkreises und der Kommunen, keine Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen bis zum Oktober stattfinden zu lassen. So konnte man es in der WLZ am Dienstag lesen. Bei allem Verständnis Vorsicht walten zu lassen, scheint dieser Zeitraum mit über vier Monaten zu lang bemessen, während aktuell bereits über die Öffnung der Strände und Urlaubsregionen in Europa ab Juni verhandelt wird. Die Verlautbarung spricht von Großveranstaltungen. Gilt da der Rahmen, den das Land Hessen mit 100 Teilnehmern bezeichnet?

Ferner soll es auch private Feiern betreffen, sofern sie auf öffentlichem Grund stattfinden. Das ließe den Schluss zu, dass bis Ende September keine Geburtstagsfeier, kein Familienfest oder Ähnliches beispielsweise in einer öffentlichen Grillhütte oder einem DGH in Waldeck-Frankenberg stattfinden darf. In Bad Arolsen wären beispielsweise die extra wegen Corona in den September verlegten Konfirmationen betroffen. Hier wünscht man sich von Seiten der Verwaltung präzisere Angaben und eher eine monatsweise Betrachtung der Entwicklung.

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